Kitesurfen im Winter

Mit Ende September lässt es sich wohl nicht mehr abstreiten, dass die Temperaturen nach unten gehen und sowohl der Herbst als später auch der Winter Einzug halten. Im Winter Kitesurfen ist nicht unbedingt eine dieser Phrasen, die bei vielen Glücksgefühle und Vorfreude auslösen. Vielmehr verbindet man Kitesurfen im Winter mit Wassertemperaturen unter 12 Grad sowie kalten Lufttemperaturen, Neopren Anzüge, die nicht trocknen und bitterkaltes Wasser beim Untertauchen nach einem vergeigten Sprung.

Kann man im Winter in Europa Kitesurfen?

Selbstverständlich kann man im Winter in Deutschland und Österreich Kitesurfen! Hierzu sollte man sich natürlich bewusst sein, dass man manchmal alleine am Kitespot ist und nicht damit rechnen kann, dass jemand Hilfe holt, falls es zu einem Unfall kommt. Nachdem man oft allein am Spot ist, sollte es dem Kitesurfer möglich sein den Kite ohne Starthelfer zu starten und zu landen. Darüber hinaus benötigt man beim Kitesurfen im Winter entweder einen dicken Neopren Anzug oder sogar einen Trockenanzug. Obligatorisch dazu benötigt man natürlich auch Neopren Schuhe, Handschuhe und eine Neopren Mütze, denn über den Kopf verliert der menschliche Körper die meiste Wärme.

kitesurfen in dänemark

Wovor man sich beim Kitesurfen im Winter in Acht nehmen soll!

Längere Schwimmeinheiten sind im Winter absolutes Tabu. Die Gefahr einer Unterkühlung ist bei Wassertemperaturen unter 10 Grad Celsius enorm hoch. Panik ist bei solchen Temperaturen zusätzlich kontraproduktiv und mindert die Überlebenschance dramatisch, da der Energieverlust sehr groß ist. Sollte tatsächlich eine Schwimmeinheit anstehen, dann ist es unbedingt nötig einen klaren Kopf zu bewahren, sich schnell zu entscheiden, ob man das Material wieder in den Griff bekommt oder sich besser davon trennen sollte. Dann sollte man ruhig und besonnen zum Ufer schwimmen und wenn möglich das Kiteboard als Auftriebshilfe nutzen.
 

Merke: Binnengewässer können kälter als Meere werden.

Maximale Überlebenschancen in kaltem Wasser
Wasssertemperatur

Zeit bis zur Erschöpfung

bzw. Bewusstlosigkeit

Theoretisch mögliche 

Überlebenszeit

0,3° C  bis 45 min.
4,5 °C 30 min. bis 90 min.
10 °C 1 h 3 h
15 °C 2 h 6 h
21 °C 7 h 40 h
26 °C 12 h  > 40 h

Quelle: Wikipedia

kitesurfen an der flensburger förde

Ist ein Neopren Anzug oder ein Trockenanzug besser beim Kitesurfen im Winter?

Das ist Geschmackssache. Unumstritten ist jedoch, dass man mit einem Trockenanzug, der dicht ist und ordnungsgemäß sitzt, länger im kalten Wasser überlebt als mit einem Neopren Anzug. Fakt ist allerdings auch, dass das An- und Ausziehen eines Trockenanzugs immer langwierig und nervig ist. Ein dicker Neopren Anzug ist zwar auch nicht das Gelbe vom Ei, aber dennoch zieht man diesen schneller an und aus. Ideal für den Winter ist ein Neopren oder Trockenanzug mit integrierter Haube, damit beim Untertauchen nicht das kalte Wasser am Nacken eindringen kann. Bei Neopren Handschuhen sollte man unbedingt auf eine gute Beweglichkeit achten, denn bei geringen Temperaturen lässt die Elastizität um ein Vielfaches nach und damit kann es bereits nach kurzer Zeit anstrengend werden nach der Bar zu greifen. Und obwohl dickere Neopren Schuhe länger warmhalten, sollte man hierbei zwischen Temperatur und Gefühl abwägen. Zu dicke Neoprenschuhe halten zwar die Füße warm, aber man spürt nicht mehr was sich darunter tut.

Liebe Freunde, wir wünschen euch viel Spaß beim Kitesurfen im Winter, lasst euch von den frostigen Temperaturen nicht um den Spaß bringen, aber nehmt die Gefahr des kalten Wassers ernst und versucht die Situation am Kitespot richtig und realistisch einzuschätzen. Wenn Du Fragen zur richtigen Kitesurf Winterausrüstung hast, dann schreib uns ein Mail!

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